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Vinyl Mastering: Damit die Nadel nicht rausspringt

Vinyl-Mastering senkt das Risiko erheblich, dass die Nadel aus der Rille springt oder der letzte Track einer Plattenseite nur halb so laut klingt wie der erste. Deine Musik wird so angepasst, dass der Schneide-Prozess die Musik so übersetzt, wie du möchtest. Du lädst deine Dateien hoch, wir passen jeden Track an die Platte an, und du bekommst die Master zurück. Dazu das PQ-Sheet und die Seiten-Images, die dein Presswerk braucht.

Warum Vinyl anders klingt

Eine digitale Datei klingt von der ersten bis zur letzten Sekunde gleich. Eine Vinyl nicht. Die Nadel läuft außen am schnellsten und wird zur Mitte hin langsamer, deshalb hat die Rille umso weniger Höhen, je näher ein Track am Label sitzt. Eine Hi-Hat, die im ersten Track einer Seite noch sparkly klingt, kann im letzten Track dumpf und kraftlos klingen, wenn man das nicht vorher berücksichtigt und ausgleicht.

Wenn du außerdem einen sehr dynamischen, gut produzierten Track außen auf einer Seite platzierst, kann es sein, dass ein Track auf der Innenseite viel leiser nach dem Schnitt klingen wird, wenn er mit der Dynamik außen nicht mithalten kann oder nicht so gut gemischt ist. Wir raten dir immer, das bei der Reihenfolge jeder Seite zu bedenken. Wo das nicht möglich ist, gleichen wir das im Vinyl-Mastering-Prozess manuell aus.

Die zweite Möglichkeit, zu verhindern, dass eine Vinylproduktion eine große Enttäuschung wird, ist eine Testpressung. Schau dir das Video unten an, um mehr darüber zu erfahren, warum Testpressungen so wichtig sind.

Warum Testpressungen so wichtig sind

Why a test pressing matters

  • The only way to hear how it sounds before the full batch is pressed.
  • Listen closely for any differences from the digital master.
  • If in doubt, send it to us, we'll check it.

Wie gut eine Vinyl klingen wird, hängt also auch von der Erfahrung des beteiligten Mastering-Engineers als auch des Cutting-Engineers beim Presswerk ab.

So läuft Vinyl-Mastering ab

Für jedes Stereo-Mastering musst du dieselbe Anzahl an „Vinyl Master Add-on"-Produkten in den Warenkorb legen. Die findest du unterhalb der Produktbeschreibung von „Stereo-Mastering“. Sag uns außerdem, was auf Seite A und was auf Seite B kommt. Dafür gibt es ein Notizfeld im Upload-Formular, das du nach der Bestellung erhältst.

Du bekommst dann ein digitales Master für Streaming oder Bandcamp und dazu eigene Vinyl-Master. Die Vinyl-Master sind zu einer durchgehenden Datei (Image) pro Seite zusammengefasst, zusammen mit einem PQ-Sheet (dem Cue-Sheet, das dem Presswerk genau sagt, wo jeder Track beginnt, endet und wie lang die Pausen sind).

Aus unseren Dateien eine Lackfolie zu schneiden, ist Aufgabe des Presswerks, nicht unsere. Falls du einen externen Cutting-Engineer bevorzugst, ist das ebenfalls möglich, wir kennen die richtigen Leute dafür.

Planst du parallel eine CD? Ein DDP-Image für CD-Produktion folgt demselben Prinzip, das bieten wir auch an.

Album cover of Colorfuel by Fabian Krooss, mastered at Schaltgeraete Studios

Vinyl release, mastered here

Fabian Krooss – Colorfuel

Fabian Krooss (Stil vor Talent) · released 2024 on A Tribe Called Kotori

A double LP: twelve tracks across four sides, each one placed and tuned for where it sits on the record.

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Album cover of Moments Of Resonance by Ralph Heidel and Homo Ludens, mastered at Schaltgeraete Studios

Vinyl release, mastered here

Ralph Heidel // Homo Ludens – Moments Of Resonance

Kryptox · released 2019 · Dark Ambient, Abstract, Experimental

A six-piece band recording – strings, bass, drums, piano – captured live and mastered for the physical warmth vinyl gives an acoustic ensemble.

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Album cover of Out Of The Blue by Olicía, mastered at Schaltgeraete Studios

Vinyl release, mastered here

Olicía – Out Of The Blue

O-Cetera · released 2024 · Electronic / Jazz, Experimental

Fourteen tracks moving between electronic textures and jazz phrasing – a record that needed room to breathe on the cut, not just loudness.

See the credits on Discogs

"Bernhard has mastered our latest EP, both digital and for vinyl production, and the result is really outstanding."

David Naville

So viel kostet dein Vinyl-Mastering

Vinyl-Mastering wird pro Track berechnet: 100 € für das Stereo-Mastering, plus 25 € für das Vinyl-Add-on (netto, pro Track).

Die Beispiele unten sind Bruttopreise in Euro, inkl. Mehrwertsteuer. An der Kasse siehst du den Gesamtbetrag in deiner eigenen Währung.

ReleaseTotal incl. VAT
Dance 12" – 2 tracks250 €
EP – 5 tracks625 €
Album – 10 tracks1,250 €

Bei nur zwei Tracks fällt der feste Bestandteil – PQ-Sheet, Seiten-Images, Planung der Aufteilung – pro Track stärker ins Gewicht. Das ist bereits eingepreist, weshalb eine kurze 12" vergleichsweise günstig ausfällt.

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Häufig gestellte Fragen

  • De-esse Vocals stärker, als du es für Streaming tun würdest.
  • Zähme scharfe Transienten bei Hi-Hats und hohen Percussion-Sounds.
  • Vermeide Stereo-Bass.
  • Geh sparsam mit Stereo-Widenern um.
  • Im Zweifel Mix Feedback buchen.

Ja. Damit es auf Vinyl gut klingt, müssen wir das digitale Master darauf anpassen. Wir bereiten beides aus derselben Session vor. Leg einfach genauso viele „Vinyl Add-on"-Artikel wie Stereo-Masterings in deine Bestellung, um den Rest kümmern wir uns.

Vinyl hat eine physikalische Grenze, wie laut eine Rille geschnitten werden kann, bevor sie verzerrt oder die Nadel springt. Deshalb senken wir die integrierte Loudness auf etwa -12 bis -18 LUFS, je nach Musik, statt auf Streaming-Lautheit zu mastern. Dein Track ist nicht leiser, weil etwas schiefgelaufen ist, sondern weil er auf das Medium angepasst wurde.

Ja. Tiefe Frequenzen brauchen eine breitere, tiefere Rille als hohe. Ein Track voll mit Sub-Bass oder harten Kickdrums nimmt pro Sekunde mehr Platz ein als ein leiserer oder höherer. Bei Techno, Drum`n Bass, Hip-Hop oder generell bassbetonter Musik planen wir eher mit rund 15 statt der üblichen 20 Minuten pro Seite, damit die Rille nicht zu eng gepresst werden muss.

Bei einer 12" empfehlen wir, unter 20 Minuten pro Seite zu bleiben. Je kürzer die Seite, desto besser klingt sie insgesamt. 22 Minuten sind die absolute Obergrenze, aber bei dieser Länge leidet der letzte Track dann hörbar.